FÜR ALLE DIE MEHR ÜBER DIESEN NAMEN WISSEN WOLLEN

Hohndorf         von
HOHENDORF
Hohendorff        Hondorp
Hogendorf     Hodorff
Hondorf    Hohendorph

Hohndorff   Hoendorff

 
Das Geschlecht derer von Hohendorf gehört zu den ältesten Adelsgeschlechtern Deutschlands.
Die erste Erwähnung ist im heutigen Sachsen-Anhalt, bei Neugattersleben und Calbe.
Später verbreitete sich das Geschlecht über das heutige Brandenburg und die Östlichen Regionen von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.
Von da aus ging ein Zweig nach Dänemark und es wurde das ganze Ost- und Westpreussen besiedelt.
Zweige gingen auch nach Schlesien und Österreich.
Das "von" ging im Laufe der Jahrhunderte auf verschiedene Weise verloren.
Ich werde versuchen, auf dieser Seite, dem Namen Hohendorf die Stellung zu geben, die ihm in vielen Jahrhunderten Deutscher Geschichte, gebührte.


 
Zur Entstehung der Seite

Bei der Suche nach meinen Ahnen in Ostpreussen, habe ich sehr viele andere Personen mit dem Namen Hohendorf gefunden. Diese aber auf den unterschiedlichsten Seiten im Internet und in verschiedenen Privatarchiven. 
Ich fand keine zusammenfassende Sammlung über meinen Namen.
Bei meinen Recherchen bin ich auch zu einigen Personen gekommen, die Ahnenlisten und Geschichten aus längst vergangenen Jahrhunderten gesammelt haben.
Besonders gefreut habe ich mich über den schriftlichen Nachlaß einer Frau E. Hohendorf, die sich schon vor Jahrzehnten, - noch in Zeiten ohne Internet-, anhand von Adelslexiken, Wappenbüchern und Zeitgeschichte beschäftigte.
Einiges was sie aufgeschrieben hat, möchte ich hier zitieren, auf einiges werde ich mit den Quellen, die sie notiert hat, verweisen. Vieles kann man inzwischen im Internet nachlesen.
Auf der Suche nach meinen eigenen Vorfahren, bin ich noch nicht weiter gekommen.
Vielleicht kann ich aber anderen Suchenden dabei helfen, mehr über ihre Familien heraus zu finden.
Ich werde durch weitere Recherchen versuchen, die Seite weiter zu entwickeln, jeder kann mir dabei helfen, mit Namen, Zahlen und beim Erkennen meiner Fehler.

Ich wünsche jedem Gleichgesinten viel Erfolg beim Forschen
Silvio Hohendorf
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Alle Träger des Namens Hohendorf sind miteinander verwandt und stammen von gemeinsamen Urahnen ab.

Quelle: der Kölner Heraldiker Steimel

 

 

Nach meinen jetzigen Kenntnissen würde ich das anders sehen. Bis jetzt kann ich nur die Orte Hohendorf bei Neugattersleben und Calbe dem Geschlecht "von Hohendorf" zuordnen.

Wenn die anderen Orte mit gleichem oder ähnlichem Namen, unabhängig gegründet wurden, können aus diesen Orten auch Personen herstammen die diesen Nachnamen haben.

Erstaunlich finde ich, das die Orte Hohendorf mit seinen Varianten nur im Osten Deutschlands zu finden sind und verstärkt im Wirkungsgebiet derer "von Hohendorf". Es ist also durchaus möglich, das der eine oder andere Ort mit den "von Hohendorfs" zu tun hat. Ich habe 17 Orte mit den Namen Hohendorf, Hohndorf und Hohnsdorf gefunden.

 

Im Westen Deutschlands gibt es dagegen das Wort Hochdorf für höher gelegene Orte. 

Die Orte Hohendorf, der Familie von Hondorp

Quelle: Gemeindeseiten, Wikipedia

Hohendorf bei Neugattersleben (Sachsen-Anhalt)

Auf dem hohen Bedeufer lag das Dorf Hohendorp, später Hohendorf genannt. Hohendorf ist nachweislich noch älter als Neugattersleben. 1100 - 1350 Das Adelsgeschlecht "derer von Hondorp" residierte in Hohendorf.

Hohendorf bei Calbe (Sachsen-Anhalt)

13. Juli 1289. Erzbischof Erich, Propst Albert, Dekan Burchard und das Kapitel zu Magdeburg übereignen dem Deutschordenshaus [zu Bergen] eine Hufe und einen Weinberg in Hohendorf bei Calbe (Hondorp iuxta Calue) (Provenienz Gottesgnaden). Quelle Sächsisches Staatsarchiv

Namensgebung
Quelle: Akademie für internationale Wappenforschung


Ein Herkunftsname sagt uns woher (Stadt, Ort, Region) jemand zugezogen ist.
Personen konnten an ihrem neuen Wohnort als Beiname den Ortsnamen ihres bisherigen Wohnortes erhalten. Im Ursprungsort lassen sich daher auch keine Namensträger nachweisen aber meistens gehäuft in den umliegenden Orten oder in der nächsten größeren Stadt.
Viele Orte, mit dem Namen Hohendorf, wurden eingemeindet und sind heute nur mehr als Orts- oder Stadtteile aufzufinden.
Orts-, Siedlungs-, Hof- oder Flurnamen bestehen im deutschen Sprachraum im allgemeinen aus einem Grundwort, das meistens mit einem vorangestellten Bestimmungswort näher bestimmt wird.
Im Grundwort besteht Hohendorf aus zu alt- und mittelhochdeutsch "dorf". Als Dorf bezeichnete man eine zumeist kleine bäuerliche Siedlung vielfach auch ein Einzelhof.
Das Bestimmungswort Hohen- geht auf zu mittelhochdeutsch "Hoehe", althochdeutsch "hohi" zurück.
 

Quelle: Aus Band VI, 8. Abteilung Der abgestorbene Adel der preußischen Provinz Schlesien und der Oberlausitz  Nürnberg 1894
In den Adelswerken werden meist zwei aus Sachsen stammende, dem Wappen nach verschiedene Geschlechter unterschieden, während ein hochverdienter Forscher auf dem Gebiete des sächsischen Adels, der kön. preuss. Geh. Archivrath und Staatsarchivar Herr G.A.v. Mülverstedt in Magdeburg nachgewiesen hat: "dass blos Corrumpirung des ursprünglichen Wappens dahin geführt hat, zwei verschiedene Geschlechter anzunehmen".
Die Wappen derer von Hohendorf
Quellen: "Siebmachers Wappenbuch", Wikipedia,Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz und aus
  "Der abgestorbene Adel der preußischen Provinz Schlesien und der Oberlausitz", Nürnberg 1894

 
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Das älteste Wappen führte die Magdeburgische Stammlinie. Es zeigt zwei senkrecht stehende Spieße.

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So nach Siegeln Wolfs von Hohendorf auf Uebigau von 1536 und 1544. Hier zeigt sich das Stammwappen noch in seiner ursprünglich reinen Form, jedoch in veränderter Stellung, was oft vorkommt.

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Diese zwei Wappenzeichnungen sind aus Akten mit Stammtafeln vom "Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz".

Linke Zeichnung aus der Acta Hohendorf im Meissen´schen. rechts Acta Hohendorf in Falkenhagen

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Das durch ein Siegel aus dem Jahr 1433 belegte Stammwappen zeigt zwei unten mit einem Balken belegte gestürzte Spieße.

Schon in früherer Zeit führten die Märkischen und Preussischen Zweige das spätere allgemein übliche Wappen, bald mit einem Quer-, bald mit einem Schrägbalken überdeckten Pfähle

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Der Wappenschild des märkischen Stammes zeigt in Rot zwei goldene Pfähle, überdeckt von einem blauen Balken

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Ostpreußische Wappen

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Der des ostpreußischen Stammes in Gold drei rote Pfähle, überdeckt von einem blauen Schrägbalken, alternativ auch in Gold drei blaue Pfähle, überdeckt von einem roten Schrägbalken zeigt. Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen (oder auch mit links blau-goldenen, bzw. blau-roten) Helmdecken jeweils drei silberne Lilien an grün-beblätterten Stängeln.

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Wappen von Georg von Hohendorff um 1600

Abgestorbener Preussischer Adel

Provinz Schlesien

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Im Schilde 2 zu Pfahl gestellte oder gestürzte Spiesse.

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In Roth 2 geschrägte Knebelspiesse. Kleinod: Schildesfigur. Decken: roth-golden

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In Silber 2 geschrägte Knebelspiesse mit eisernen Spitzen und goldenen Stangen.

Kleinod:auf roth-silbernem Bunde die beiden Spiesse schrägauswärts gestellt, dazwischenein Pfauenbusch. Decken: roth-silbern

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Im Schilde zwei zu Pfahl gestellte und 2 mit  den Spitzen rechts gekehrte quer übereinander gelegte Spiesse geschrägt.

Kleinod:fünf Lilien an ihren Stengeln fächerförmig gestellt.

(Friedrich Christian v. H. 1731 zu Groß-Glogau Testamentszeuge)

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Von Gold, Silber und Roth pfahlweise getheilt mit einem darüber gelegten blauen Schrägrechtsbalken.

Kleinod: drei silberne Lilien an ihren Blätterstengeln (auch drei Straussenfedern: roth, silbern, golden).

Decken: roth-silbern und blau-golden

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In Gold 2 rothe Pfähle mit darüber gelegtem blauen Balken (auch Schrägrechtsbalken)

Kleinod: drei silberne Lilien an ihren Blätterstängeln

Decken: roth-silbern und blau-golden

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In Gold 2 rothe Pfähle überlegt von blauem Schrägrechtsbalken.

Kleinod: Pfauenschweif.

Decken: roth-silbern und blau-golden

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In Roth 2 goldene Pfähle überlegt von blauem Balken.

Kleinod: drei silberne Lilien an ihren Blätterstängeln. (auch 5 Straussenfedern unbekannter Farbe

Decken: roth-silbern und blau-golden

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Abbildung in Wappensammlung Dänemark und Schleswig–Holstein

Quelle: Deutscher Adelsrechtsausschuß

Namensrecht

Wie in den meisten europäischen Staaten, so folgt auch das historische deutsche Adelsrecht den Salischen Rechtsprinzipien: Adel und Name werden nur im Mannesstamm bei ehelicher Abstammung vererbt. Nichtadelig geborene Damen können den Adel durch Heirat mit einem adeligen Herrn erwerben, ihn aber nicht ggf. einem zweiten Ehemann oder Kindern aus der Verbindung mit einem Nichtadeligen weitergeben; nichtadelige Herren erwerben den Adel durch Heirat mit einer Adeligen Dame nicht. Eine Adoption “nobilitiert” nicht. Durch Willenserklärung kann auf die Zugehörigkeit zum Adel - unwiderruflich - verzichtet werden; der Erwerb der Staatsangehörigkeit in einem Staat, in welchem Namensbestandteile, die auf Zugehörigkeit zum Adel hinweisen, nicht geführt werden (z.B. der USA), bewirkt keinen Verlust des Adels.

...

In Italien (Südtirol) sind Adelstitel Bestandteil des Namens, wenn sie vor dem Marsch der Faschisten auf Rom (22. Okt. 1922) anerkannt waren. In der Schweiz ist die Situation ähnlich wie in Deutschland bzw. verändert sich in Richtung der deutschen zivilrechtlichen Bestimmungen. Für Österrreich entfällt das Namensproblem wegen der Abschaffung des Adels mit dem Ende der Monarchie und des Fortfalls aller Hinweise im Namen auf Zugehörigkeit zum historischen Adel seither.

Adelsverlust

Der Adelsverlust trat in folgenden Fällen ein:

a) Durch Verheiratung einer adeligen Frau mit einem nichtadeligen Mann (für manche Staaten gehen einige Autoren statt vom Adelsverlust der Frau nur vom Ruhen ihres Adels während der Ehe aus);
b) in Folge strafgerichtlicher Verurteilung wegen bestimmter Kapitalverbrechen: Bayern, Österreich und Preußen sahen diesfalls den Adelsverlust für den Verurteilten vor; diese Art des Adelsverlustes, die in Österreich Adelsentsetzung genannt wurde, erstreckte sich nicht auf den Ehegatten und die bereits geborenen Kinder; durch die Einführung des Reichsstrafgesetzes von 1871 endete diese Verlustmöglichkeit im Deutschen Reich; in Österreich galt die zugrundeliegende Bestimmung bis 1918/19;
c) durch Adelsverzicht;
d) in Preußen (II. 9. § 81 PrALR) durch Adelsverschweigung: “Viele Städte oder Zünfte z.B. lehnten eine Aufnahme von Adeligen prinzipiell ab oder forderten vor einer Aufnahme bzw. vor Erteilung des Stadtbürgerrechts die Niederlegung des Adels“ (Dewitz); überwand ein Adeliger durch Verschweigung seines Adels die Zugangsbarriere, so führte dies zum Adelsverlust, außer er verfügte über ein Privilegium de non usu; der Adelsverlust durch Adelsverschweigung wurde in Preußen 1807 aufgehoben;
e) im römisch-deutschen Reich durch Verhängung der Reichsacht;
f) im gemeinen Recht mit der Ausübung niederer Gewerbe (vgl. dazu auch den verwandten Fall der Suspension des Adels);
g) in Böhmen mit dem Übertritt in den untertänigen Stand oder mit der Rückkehr zum Bürgerstand.

Verlust des AdelstitelsIm "Allgemeinen Landrecht für die Preussischen Staaten", ALR Teil 2 das 1794 in Kraft getreten ist, heißt es: "Mannespersonen von Adel können Weibspersonen aus dem Bauer- oder geringerem Bürgerstande keine Ehe zur rechten Hand schließen.""Wer mit Verschweigung oder Verleugnung seines adlichen Standes in eine Zunft oder Innung sich einschleicht, und bürgerliche gewerbe treibt, der wird seiner adlichen Rechte verlustig.""Dem Adel, als dem ersten Stande im Staate, liegt, nach seiner Bestimmung, die Vertheidigung des Staats, so wie die Unterstützung der äußern Würde und innern Verfassung desselben, hauptsächlich ob."Damit war der Lebensweg der männlichen Adelsmitglieder weitgehend vorgezeichnet. Soweit sie sich nicht der Bewirtschaftung ihrer Güter widmen konnten, mußten sie als Offiziere oder Beamte in den Staatsdienst treten. Die Offiziere bekamen ursprünglich keinen und später einen spärlichen Sold. Die preußischen Beamten wurden so schlecht bezahlt, das man darüber in ganz Europa spottete. Offenkundig führte diese Lage häufig zu dem wirtschaftlichen Zwang, sich eine ausreichende Lebensgrundlage zu schaffen und zum freiwilligen Verzicht auf den Adelstitel oder unmittelbar zu dessen Verlust.

 Weitere Wappen derer von Hohendorf

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Diese Wappen sind in der  Kirche „St. Marien auf dem Berge“ zu Boitzenburg (Uckermark)

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